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Von gespenstigen Wracks bis zum deutschen Atlantis ABTAUCHEN

Um eindrucksvolle Unterwasserwelten zu erkunden und Tauchen zu lernen, muss es nicht immer zu weit entfernten Südsee-Destinationen gehen. Auch die Unterwasserwelt der DACH-Region bietet Tauchern aller Fertigkeitsstufen einzigartige und abwechslungsreiche Taucherlebnisse. Sei es die versunkene Stadt Nordhusia in Thüringen, die bunte und artenreiche Unterwasserwelten in Kärnten oder historische Wracktauchgänge in der Ostsee. Die fünf folgenden Tauchgebiete beweisen mit Leichtigkeit, wieso auch Deutschland, Österreich und die Schweiz auf der To-Dive-Liste aller Taucher stehen sollten...

1. Weissensee, Kärnten, Österreich: Versunkene Wälder und schroffe Schluchten

Der Weissensee liegt im gleichnamigen Naturpark in den Gailtaler Alpen und zählt zu den klarsten Tauchspots Europas. Sichtweiten bis 20 Meter sind keine Seltenheit. An über 20 verschiedenen Tauchspots kommen sowohl Anfänger als auch fortgeschrittene Taucher auf ihre Kosten und können die einmalige Unterwasserwelt des Sees erkunden. In bis zu 40 Metern Tiefe geht es durch mystisch anmutende versunkene Wälder und schroffe Schluchten. Dank des reichen Fischbestands trifft man außerdem Tauchgängen häufig auf prächtige Karpfen und Hechte oder Schwärme von Barschen und Döbeln. Aber auch die Landschaften des Naturparks fernab des Wassers laden zur Erholung und Aktivitäten im Grünen ein.

2. Sundhäuser See, Thüringen, Deutschland: Atlantis Deutschlands

Schon die abwechslungsreiche Unterwasserwelt des Sundhäuser Sees allein ist stets einen Tauchgang wert. Jedoch wartet unter Wasser das Atlantis Deutschlands bloß darauf, erkundet zu werden – die versunkene Stadt Nordhuisia. Diese wurde der realen freien Reichsstadt Nordhausen nachempfunden und speziell als Tauchplatz angelegt, um nicht bloß Taucher, sondern auch Fische, Krabben und Schwämme anzulocken. Aus umweltfreundlichen Materialien gebaut wurde der Ort nach und nach im See „versenkt“. Unterwasser können nun verschiedenste Gebäude von Bauernhof bis Kirche mit Friedhof erkundet und die „Bewohner“ der Stadt besucht werden. Denn überall in Nordhusia verteilt befinden sich menschliche Eichenholz-Skulpturen der Künstler Dieter und Sebastian Kruger. Doch auch Wracktaucher werden in den Tiefen des Sundhäuser Sees fündig. Insgesamt drei Wracks liegen am Grund des Sees und können besichtigt werden.

3. Verzasca, Tessin, Schweiz: Zehn Meter Smaragdgrün

Tauchen in gerade einmal zehn Meter tiefem Wasser mag im ersten Moment wenig spannend und anspruchsvoll klingen. Die Verzasca im Schweizer Tessin überzeugt jedoch vom Gegenteil. Der smaragdgrüne Wildwasserfluss schlängelt sich durch malerische Berglandschaften und ist nicht umsonst als die Malediven der Schweiz bekannt. Auch Unterwasser besticht der Fluss durch seine Farben und die Klarheit des Wassers sowie seine Steinformationen. Wenn die Sonne zur Mittagszeit dann die tiefsten Schluchten erleuchtet, schimmern zwischen den rundgewaschenen Felsen Kristalle und Forellen, Frösche oder Molche dümpeln umher – ein Traum für jeden Unterwasserfotografen. Das Flusstauchen ist jedoch nichts für unerfahrene Taucher, denn die unvorhersehbaren Strömungen sowie Wasserwalzen und Weißwasser machen die Verzasca zu einem anspruchsvollen Tauchgebiet.

4. Kreidesee Hemmoor, Niedersachsen, Deutschland: Tauchend auf Zeitreise

Der ehemalige Kreide-Tagebau wurde in den 70er-Jahren nach seiner Stilllegung geflutet und scheint so die Zeit unter der Wasseroberfläche eingefroren zu haben. Entlang der alten Hauptstraße können Überreste von Häusern, Wäldern, Geräten und Fahrzeugen entdeckt werden, welche sich einst außerhalb der Bruchgrube befanden und nach Abschaltung der Pumpen versanken. Mit einer Tiefe von bis zu 60 Metern und einer Sichtweite von 30 Metern ist der See nahe Cuxhaven ein absolutes „Must-See“ für Taucher aller Ausbildungsstufen.

5. Ostsee, Deutschland: Vom Laichen der Seehasen

Die Ostsee ist wohl das bekannteste Tauchgebiet Deutschlands und bietet eine Vielzahl an Tauchmöglichkeiten für Anfänger bis Profis. Mit einer Fülle an historischen Tauchplätzen, besonders Überreste aus dem Zweiten Weltkrieg, hat die Ostsee einen ganz besonderen Reiz für Taucher. Über 1.000 Wracks wurden insgesamt im deutschen Teil des Meeres gefunden, obwohl dieser lediglich ein Zehntel der Gesamtfläche ausmacht. Zu den besonderen Tauchhighlights zählt der Ort Rerik in Mecklenburg-Vorpommern. Hier können bei einem Tauchgang teilweise gleich mehrere Wracks von Schiffen und U-Booten entdeckt werden. Doch auch abseits von Wracks besticht die Ostsee mit einer bunten und artenreichen Unterwasserwelt und besonders die Laichzeit der Seehasen ist ein sehenswertes Naturschauspiel.

Über PADI

PADI bietet interessierten Neueinsteigern sowie erfahrenen Tauchern die Möglichkeit über ihren Deutschland Dive Guide und Österreich Dive Guide Tauchkurse und -ausflüge in ihrer Nähe zu finden und zu buchen.

PADI® (Professional Association of Diving Instructors®) ist mit über 6.600 PADI Dive Centers und Resorts in 186 Ländern sowie über 128.000 PADI-Profis als Mitgliedern die weltweit größte Organisation für Tauchausbildungen und zur Erkundung der Weltmeere. Rund um den Globus hat PADI bereits über 29 Millionen Brevets (Tauchausweise) ausgestellt und jährlich kommen eine weitere Million hinzu. PADI erlaubt es Menschen auf der ganzen Welt, durch eine einheitliche Schritt-für-Schritt Anleitung, die beeindruckende Unterwasserwelt von Ozeanen bis Seen zu entdecken. PADI-Profis ermöglichen Abenteuer unter Wasser, bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der höchsten Sicherheitsstandards, einem exzellenten Service und dem Schutz der Unterwasserwelt. Durch ihr Kursangebot und ihre Partnerschaften mit gleichgesinnten, engagierten Unternehmen ebnet die Organisation Millionen von Menschen den Weg, den Ozean aktiv zu erforschen, zu pflegen und zu schützen. PADI hat es sich zum Ziel gemacht, eine Milliarde Torchbearer zu gewinnen, die dieser Philosophie folgen: Seek Adventure. Save the Ocean.

Autorinnen: Lena Zeller & Julia Stubenböck

Weitere Informationen zu PADI: padi.com

© Fotos: PADI, Ernest Tutnschek, Daniel Schmid, shutterstock.com

31. Mai 2022

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