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Radfahren & Wandern wo der Hopfen wächst HALLERTAU

Unterwegs sein, jedoch lieber im ländlichen Raum, umgeben von viel Natur und frischer Luft: Danach sehen sich jetzt viele Menschen.

Hopfengarten Attenhofen im Landkreis Kelheim... (© Foto: Herbert Stolz)

Im Herzen Bayerns zwischen München, Regensburg und Landshut liegt das Hopfenland Hallertau, das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt. Es ist altes Bauernland, geprägt von sanften Hügeln, Flusstälern und den typischen Hopfengärten, in denen die Hopfenpflanzendie meterhohen Spanndrähte erklimmen. Rad-und Wandertouren bieten ein außergewöhnliches Bild, eine phantastische Landschaft und für jede Kondition das passende Erlebnis. Der Radrundweg Hallertauer Hopfentour, der auf rund 170 Kilometern entlang der Flusstäler der Abens und Ilm und durch die Hopfengärten verläuft, vereint leichte und anspruchsvolle Streckenabschnitte. Bäuerliche Hopfenhöfe, Weiler und Dörfer liegen auf der Runde, gekrönt von traditionellen Gasthäusern zur zünftigen Einkehr. Fünf Querverbindungen erlauben es, die Hallertauer Hopfentour beliebig zu ändern oder zu verkürzen. Die Tour ist im Internet beschrieben.

Auf dem rund 15 Kilometer langen Erlebnispfad Hopfen und Bier wandert man von Mainburg aus durch das Herz der Hallertau. Wissenswertes über das „Grüne Gold“ und das in der Region gebraute Bier erfährt man auf 17 Informationstafeln entlang des Weges. Durch das idyllische Abenstal, vorbei an zahlreichen Hopfengärten und über beschattete Waldwege führt der Erlebnispfad nach Ratzenhofen. Dort lädt der Biergarten des Schlosses zum Genuss bayerischer Schmankerl unter Kastanienbäumen ein, bevor es anschließend wieder zurück nach Mainburg geht. Im Sommer kann der Rückweg auch bequem mit einem Freizeitbus der Linie Süd zurückgelegt werden. Weiterführende Informationen findet man hier.

Mit den Hopfenbäuerinnen den Hopfen erleben

Die Hopfenbäuerinnen sind die Kennerinnen des “Grünen Goldes”, wie der Hopfen in der Hallertau auch genannt wird. Die Hallertau gilt als das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt und der Hopfen, der hier gedeiht, gilt als der beste der Welt. „Wen der Hopfen kratzt, den lässt er nicht mehr los“, das ist ein geflügeltes Sprichwort in der Region und bedeutet, dass einen die Faszination dieser kratzigen Rankpflanze ein Leben lang fesseln wird. Denn der Hopfen ist weit mehr als nur die Würze im Bier. Die Hopfenbotschafterinnen sind meist selbst Hopfenbäuerinnen und kennen die Pflanze mit dem botanischen Namen Humulus lupulus in- und auswendig. Sie erzählen und zeigen bei ihren Führungen viel Interessantes über die mächtige, kratzige Schlingpflanze, etwa, dass sie in der Heilkunde wegen ihrer ätherischen Öle und Bitterstoffe verwendet wird. Diese kommen aber auch in Likör oder Schokolade hervorragend zur Geltung. Führungen werden sobald möglich wieder angeboten.

Autor: Ulrike Eberl-Walter

Weitere Informationen: tourismus-landkreis-kelheim.de

© Fotos: Tourismusverband-Ostbayern (Herbert Stolz)

16. Dezember 2019

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