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Flaggschiff mit mediterraner Lebensart MSC PREZIOSA

Glamouröses Design und Umweltfreundlichkeit vereint in einem Kreuzfahrtschiff der Extraklasse. Mit Eleganz und kulinarischen Genüssen lädt die frisch getaufte MSC Preziosa ihre Gäste ein, unvergessliche mediterrane Momente zu genießen.

Genua meint es gut mit seinen Gästen! 17 °C zeigt das Thermometer. Immerhin. Ein paar Stunden zuvor war ich
bei Schneeregen in Hamburg gestartet, um bei der Taufe des neusten MSC-Flaggschiffs dabei zu sein. Im Hafenbecken wartet sie bereits, die MSC-Preziosa – das neue Juwel der MSC-Kreuzfahrtflotte, strahlend weiß und stolze 68 Meter hoch. Auch an Bord – Preziosa heißt ja auf Deutsch „kostbar“ – kommt man nicht aus dem Staunen raus: Weißer Carrara Marmor, Eichenholz, Leder, Murano-Glas sorgen für Glanz und Glamour. Im Foyer posieren die Gäste für ein Foto auf der freischwebenden ­Treppe. Bei Hunderten von funkelnden ­Swarovski-Kristallen in den durchsichtigen Stufen sieht man selbst in Jeans und Turnschuhen noch wie ein Hollywood-Star aus. Aber zum Glück wurde nicht nur auf schickes Design gesetzt. Für Umweltschutz und Energieeffizienz hat das Bureau Veritas die MSC Preziosa mit dem „7 Pearls Award“ ausgezeichnet.

Bis zur großen Taufzeremonie am Abend bleibt mir noch Zeit für einen Rundgang auf dem Schiff. Bei 18 Decks, 20 Bars und Lounges, drei Swimmingpools, zehn Whirpools und 1.700 qm Spa ist das ein straffes Programm. Zu den Highlights der Preziosa zählt die Vertigo-Rutsche. Es ist die ­längste Single-Wasserrutsche auf einem Kreuzfahrtschiff. 120 Meter geht es von einer Seite des Schiffes quer auf die andere. Ein Stück der Rutsche ist transparent und ragt über die Reeling hinaus. Sieht spektakulär aus! Und muss Spaß machen. Während ich da stehe und staue, rutscht zum fünften Mal dieselbe Dame an mir vorbei. Auf Deck 18 geht es deutlich entspannter zu. In großen Korbmöbeln genießt man bei kostenlosen Frucht­spießen und Express-Spa-Behandlungen den Blick aufs Meer. Dabei ­müssten die meisten Paasagiere für den Meerblick ihre Kabine gar nicht verlassen. Es gibt lediglich 392 Innen­kabinen. Immerhin 1.106 der 1.751 Kabinen haben sogar Balkon. Auf dem Weg zu meiner Kabine habe ich mich in der Zwischenzeit auf dem Rubino-Deck verlaufen. Macht nichts. Hier gibt es schöne Geschäfte zu entdecken. Und außerdem das Eataly-Restaurant der Turiner Slow-Food-Kette, die ausschließlich frische und fair produzierte Produkte verwendet. Sie passt gut in das MSC-Konzept, das seine Gäste einladen möchte, mediterrane Momente zu genießen.

Dann ist es endlich soweit: Die Gäste schreiten in Gala-Robe über den roten Teppich zum durchsichtigen Festzelt am Pier. Nicht nur auf dem Schiff gibt es mediterranes, Flair auch im Zelt erlebt man bei tropischen Temperaturen italienisches Lebensgefühl. Gino Paoli besingt gestenreich seine Heimatstadt Genua, Adriano Galliani, Vize-Präsident von Fußballclub AC Mailand und Aurelio de Laurentiis, Präsident von SSC Neapel, stiften Trikots für die Sportsbar, Mitglieder des MSC-Vorstands halten leidenschaftliche Reden auf ihre italienische Heimat. Es folgt der zauberhafte Auftritt der Schülerinnen des Genueser Russian Ballet College. Der smarte Star-Tänzer Roberto Bolle hat sein Ballett-Outfit heute gegen einen Anzug getauscht und wirbt als UNICEF-Botschafter für das MSC-Projekt „Get on Board for Children“, das sozial benachteiligten Kindern in brasilianischen Favelas eine bessere Zukunft ermöglichen soll.Sophia Loren – eine glanzvolle Taufpatin Die Taufzeremonie steuert ihrem ­Höhepunkt entgegen. Filmkomponist und Oscar-Preisträger Ennio Morricone („Spiel mir das Lied vom Tod“), bringt mit dem Roma Sinfonietta Orchestra seine Klassiker zu Gehör und erntet Standing Ovations. Von den Schwesterschiffen MSC Splendida und MSC Opera winken 10.000 Kreuzfahrt-Gäste mit Taschenlampen. Schiffs­hörner ertönen, bunte Laserstrahlen flirren. Ein grandioser Flashmob. Dann halten alle den Atem an. Glanzvoll betritt Sophia Loren die Bühne, durchschneidet das Band mit dem Champagner. Und ist sichtlich erleichtert, als die Flasche am Bug zerschellt – es ist ein gutes Omen für die MSC Preziosa und ihre Passagiere. Bereits am nächsten Tag bricht das neue Flaggschiff der MSC-Reederei zu seiner Jungfernfahrt auf – als gla­mouröser Botschafter für mediterrane Lebensart.

INFORMATIONEN ZUR KREUZFAHRT

Sprache: Bordsprache ist Italienisch, aber es gibt englisch- und deutschsprachiges Personal an Bord.

Geld: Euro. Gängige Kreditkarten werden akzeptiert. Als Trinkgeld wird ein Serviceentgelt pro Tag erhoben.

Dokumente: Erforderlich ist ein noch mindestens 6 Monate gültiger Reisepass.

Gesundheit: An Bord gibt es ein Medical Centre.

Technische Daten: Die MSC Preziosa ist 333 m lang, 38 m breit und 68 m hoch. Das 140.000 Tonnen schwere Schiff verfügt über 18 Decks, bietet 4.363 Passagieren sowie 1.370 Besatzungsmitgliedern Platz. Die maximale Geschwindigkeit beträgt 23 Knoten.

Essen & Trinken: Passagieren der MSC Preziosa stehen insgesamt neun Restaurants zur Auswahl, u.a. eine Filiale der beliebten Slow-Food-Kette „Eataly“, „Golden Lobster“, „L´Arabesque“, „Galaxy“, die Buffet-Restaurants „Inca“ und „Maya“. Amerikanische Küche gibt es im „Sports & Bowling Diner“, Casual Food im „La Locanda“, zum Beispiel  Pizza per Meter.

Aktivitäten: Drei Swimmingpools, zehn Whirpools,  die längste Wasserrutsche auf einem Kreuzfahrtschiff, Badelandschaft für Kinder, Bowling, 1.700 qm Spa, 20 Bars und Lounges, Casino, Disco, Platinum Theatre mit Live-Shows, Bibliothek, 4-D-Kino.

Unbedingt machen: Einen Molekular-Cocktail in der „Green Sax Jazz Bar“ probieren!

Beliebte Mitbringsel:  An Bord können Passagiere in elf verschiedenen Geschäften – u.a. Parfümerie, Juwelier, Adidas Corner – zollfrei einkaufen.

Auskünfte: www.msc-kreuzfahrten.de.

Lisa Kluxen

Fotos: Ivan Sarfatti

07. September 2016

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