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Das grüne Herz von Österreich STEIERMARK

Entdeckungsreise, purer Natur- und Weingenuss oder Sinnsuche – eine Wanderung 
auf der Südsteirischen Weinstraße hat viele Facetten. Wer mag, kann direkt beim Winzer übernachten.

Sanfte Berghänge an der südsteierischen Weinstraße (© Foto: Steiermark Tourismus, Harry Schiffer)

Alte Pracht, junges Leben. Der Südsteirischen Weinstraße werden viele Komplimente gemacht. Die Klischees von gastfreundlichen Menschen, kultivierten Weingärten, frisch-fruchtigen Weinen, ausgezeichneten Buschenschenken oder vom Klapotetz, diesem klappernden Vogelscheuchen-Windrad, als sichtbares Wahrzeichen sind allgegenwärtig und bestimmen den Rhythmus des Lebens – 
sowohl ihrer Anwohner als auch jenes der 
Urlaubsgäste. Das Weinanbaugebiet bietet ein
 Naturschauspiel für die Ewigkeit, die fruchtbaren Böden liefern Nährstoffe von einstigen Urmeeren, und noch heute geben die Weinberge versteinerte Muscheln und Seesterne frei.

Der Wein ist und bleibt die lokalpatriotische Pflicht. Nirgendwo anders in der Steiermark gibt es eine derart hohe Dichte von qualitätsorientierten Winzern, die sich auch als ehrgeizige Bauherrn betätigen. Ihre modernen Weingüter sind prägnante und selbstbewusste Landmarken, die ästhetisch und überaus wirkungsvoll ihren Zweck erfüllen. Eine Genießer-tour über die Südsteirische Weinstraße führt auch zu den besten Restaurants, Wirtshäusern, Hotels, Winzerzimmern und endet immer im Treibsand unendlicher Emotionen.

Imposante Berge, Naturschutzgebiete, geschichtsträchtige Kultur, heiße Thermen und regionales Kulinarium – das alles kann man am neuen Weitwanderweg vom Dachstein bis ins Weinland im wahrsten Sinne des Wortes erwandern. Doch nicht nur der Weg ist das Ziel, sondern neben der landschaftlichen Vielfalt in einer Dichte, die in Europa ihresgleichen sucht, sind es auch die zahlreichen kulinarischen und kulturellen Besonderheiten, die es auf dieser Reise zu entdecken gilt.

Vom Gletscher zum Wein – 
durch Österreichs Speisekammer

Gestartet wird am Fuße des 2.995 Meter hohen Dachstein, am Dachstein-Gletscher. Nach der ersten Etappe durch das ewige Eis zum Guttenberghaus oberhalb von Ramsau trennt sich der Weg Richtung Weinland. Hier können sich Wanderer entscheiden – für die 548 Kilometer lange Nordroute, die einen auf 35 Etappen bis nach Bad Radkersburg im Thermenland bringt oder die 376 Kilometer lange Südroute mit 25 Etappen nach Leibnitz in der Südsteiermark. Mit ein paar Varianten wie beispielsweise einer Alpin-Etappe durch den Nationalpark Gesäuse oder der Einbindung von Bergbahnen, die einem den Aufstieg wahrlich erleichtern, erweitert sich das Wegenetz auf 948 Kilometer.

Auf der Nordtour erwarten den Wanderer neben imposanten Gebirgszügen wie dem Gesäuse oder dem Hochschwab auch kulturelle Schätze. Dazu gehörten unter anderem das Stift Admont mit der größten Stiftsbibliothek der Welt und das Münster Neuberg im Naturpark Mürzer Oberland. Peter Roseggers Waldheimat mit seinem Geburtshaus wiederum gibt tiefe Einblicke in das harte Leben der bäuerlichen Bevölkerung im 19. Jahrhundert.

Im südöstlichen Teil der Tour wird die Speisekammer Österreichs besucht. Hier ist eine Vielfalt an Produkten beheimatet, die zu ganz besonderen regionalen Spezialitäten verarbeitet werden. Ob Apfel, Wein, Kürbis oder die Käferbohne, der Shootingstar der Küche – in den Restaurants, Gasthöfen und Buschenschenken, die sich in dieser lieblichen Landschaft befinden, werden diese Produkte mit viel Herz verfeinert und auf den Teller gebracht.

Autor: Raimond Ahlborn

© Fotos: Steiermark Tourismus/Ikarus, Harry Schiffer, Herbert Raffalt, Manfred Esser

27. November 2017

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